Eine Praxishilfe für Kirche und Diakonie - Herausgegeben von Karen Sommer-Loeffen
Initiiert durch die Referentin für Ehrenamt bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Karen Sommer-Loeffen, wissenschaftlich begleitet und von Praktikern beraten, startete die Gemeinde Essen-Schonnebeck einen interessanten Versuch: Sie gab ihrer Ehrenamtsarbeit eine neue organisatorische Struktur und richtete ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die Fähigkeiten und Möglichkeiten ihrer engagierten Gemeindemitglieder. Die Ideen und Initiativen der Ehrenamtlichen aufzugreifen und sie wertzuschätzen, das sollten die neuen Strukturen ermöglichen. Wichtige Erfahrungen und Ergebnisse dieses Prozesses der Neuorientierung sind in dem vorliegenden Buch zusammengetragen.
Freiwilliges Engagement hat sich grundlegend gewandelt. Die Motive ehrenamtlichen Engagements haben sich genauso verändert, wie die gesellschaftlichen Bedingungen unter denen es stattfindet. Ersetzt es den Sozialstaat? Ersetzt es Dienste der großen Dienstleister in der Wohlfahrt? Wo kann sich ehrenamtliche Arbeit als selbstständiger Versuch, die »Gesellschaft im Kleinen zu verändern«, erweisen? Solche Fragen und die Aufforderung, eigene Antworten im Tun zu geben, sind der zweite Schwerpunkt dieses Buches:
Volker König denkt über städtische Umbrüche nach und die neuen Möglichkeiten, die sich daraus für eine vernetzte Ehrenamtsarbeit ergeben. Cornelia Coenen-Marx beschreibt die neuen gesellschaftlichen Bedingungen unter denen ehrenamtliche Arbeit stattfindet und zeigt auf, wie Kirche und Diakonie sich zur Gesellschaft, zu den Menschen hin öffnen können. Christian Carls und Claudia Hartmann sprechen über Freiheit und soziale Bindung, wie sie von älteren Menschen in der Ehrenamtsarbeit gesucht werden. Das Buch versucht, auch auf sehr praxisbezogenen Fragen Antworten zu geben: Ein Leitfaden zur systematischen Ehrenamtsarbeit, ein Überblick zur juristischen Einordnung des Ehrenamts, steuer- und versicherungsrechtliche Hinweise und für die tägliche Arbeit geeignete Werkzeuge werden angeboten. Auch in dieser Hinsicht also eine Praxishilfe …
Zu den Autoren:
Karen Sommer-Loeffen arbeitet als Referentin für Ehrenamt bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.
Volker König leitet die Stabsstelle Diakonisches Profil und Kommunikation in der Diakonie RWL.
Cornelia Coenen-Marx, Oberkirchenrätin ist Sozialreferentin (Diakonie, Ehrenamt und Zivilgesellschaft) der EKD.
Ulla Spahn ist Ehrenamtsbeauftragte der Gemeinde Essen-Schonnebeck.
Christian Carls, Magister für Kommunikationswissenschaften (M.A.) und Diplom- Sozialpädagoge ist Referent in der Diakonie RWL.
Claudia Hartmann, Ev. Theologin und Dipl.-Pädagogin, arbeitet u.a. im Evangelisches Zentrum für innovative Seniorenarbeit mit.
Claudia Morawietz ist ehrenamtlich tätig im Kirchenchor und im Ehrenamtskreis der Gemeinde Essen-Schonneneck.
Simone Pottmann ist Pfarrerin mbA in Essen-Schonnebeck.
Norbert Wohlfahrt ist Professor für Sozialmanagement an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe.
Eberhard Eichenhofer, Professor für Bürgerliches Recht und Sozialrecht lehrt an der Universität Jena.
Dirk Gurn, Diplom-Betriebswirt arbeitet als Steuerberater.
Antje Hieronimus arbeitet als Juristin im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland.
„Das kann es nicht sein“
Moderatorin Lisa Ortgies warnt vor dem geplanten Gesetz zur Familienpflege: Frauen müssen davor geschützt werden, dass die Belastung an ihnen hängenbleibt.
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